Anglergemeinschaft Geschichte

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Anglergemeinschaft Alitzheim-Mönchstockheim 1979 e.V.

 

Chronik

der

Anglergemeinschaft

Alitzheim - Mönchstockheim 1979 e.V.

 

Wir schreiben das Jahr 1978, das Jahr der Gemeindegebietsreform. Zur Gemeinde Sulzheim stoßen zwei neue Ortsteile nämlich Mönchstockheim und Vögnitz hinzu, da beginnt eigentlich die Geschichte der Anglergemeinschaft.

Die Firma Gerstner löst den Pachtvertrag über den Dorfsee mit der Gemeinde Sulzheim. Darauf werden sowohl Angler aus Alitzheim, als auch aus Mönchstockheim aufmerksam. Sie mussten bisher bei anderen Vereinen oder an öffentlichen Gewässern ihrem Hobby frönen.

So lag es also nahe, dass sich beide Gruppen mit der Gemeinde in Verbindung setzten um den See zu pachten. Aufeinander aufmerksam geworden, beschloss man gemeinsame Sache zu machen und zusammen mit der Gemeinde über einen Pachtvertrag zu verhandeln.

Nach zähen Verhandlungen konnte dann Anfang des Jahres 1979 ein Pachtvertrag geschlossen werden

 

Am 22.02.1979 fanden sich dann 13 Angler aus Alitzheim, Mönchstockheim Wiebelsberg, Gerolzhofen und Bimbach im Gasthaus Schmitt in Mönchstockheim zusammen um einen Anglerverein zu gründen. Da man den neuen Verein nicht als Sportanglerverein sehen, sondern eher noch neben dem Angeln umwelt- und naturschützerische Aktivitäten pflegen und gleichzeitig das Ortsteilübergreifende des Vereins betonen wollte, entstand der Name

 

Anglergemeinschaft Alitzheim – Mönchstockheim.

 

Die 13 Personen die an dieser Sitzung teilnahmen, und somit die Gründungsmitglieder sind, möchte ich namentlich nennen. Es waren dies:

                   Belz Jürgen                 Gräfendorf

                   Bürger Ludwig             Alitzheim (verstorben 2008)

                   Büschel Otto                Unterspiesheim (verstorben 2014)

                   Hofmann Rainer           Dampfach

                   Horn Willi                    Mönchstockheim

                   Jäger Georg                 Wiebelsberg

                   Kaupert Alois               Alitzheim

                   Kaupert Erich               Alitzheim (verstorben 2018)

                   Kleinhenz Theo            Alitzheim

                   Ott Edgar,                   Bimbach (verstorben 1984)

                   Ott Rudolf                    Gerolzhofen (verstorben 2015)

                   Sahlmüller Erwin          Alitzheim

                   Werner Franz               Alitzheim (verstorben 2008)

 

Bevor man in dieser Gründungsversammlung nun eine Vorstandschaft wählen konnte, musste erst einmal eine Vereinssatzung erstellt werden, die auch dem mit der Gemeinde abgeschlossenen Pachtvertrag Rechnung tragen musste. Diese Satzung wurde 2006 modernisiert und der aktuellen Rechtslage angepasst.

Die Wahl der Vorstandschaft fiel dann folgendermaßen aus.

 

Vorsitzender:                            Erwin Sahlmüller

Stellvertretender Vorsitzender:   Theo Kleinhenz

Kassier:                                    Ludwig Bürger

Schriftführer:                            Jürgen Belz

Weitere Entscheidungen wollte man an diesem Tage nicht mehr fällen, sondern traf sich am 07.03.1979 erneut zu einer Mitgliederversammlung zur Festlegung der Vereinsbeiträge und Beitrittsgebühren

 

Diese wurden folgendermaßen festgelegt.

Beitrittsgebühr:            DM 100

Jugendbeitrag:             DM 12.-

Erwachsenenbeitrag:    DM 24.-

 

Ferner wurden Wasserwarte bestimmt und das weitere Vorgehen beschlossen.

 

Am 27.03.1979 erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister am Amtsgericht Schweinfurt mit der Vereinsnummer 412. Der Vereinsname lautete nun

Anglergemeinschaft Alitzheim – Mönchstockheim e. V.

mit Sitz in Mönchstockheim

Am 13.06.1979 wurde die Beitrittsgebühr auf DM 150.- erhöht. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 20 erwachsene und 7 jugendliche Mitglieder 

Um auch einmal dem Vereinsnamen gerecht zu werden, setzte man für den 22.07.1979 das erste Königsangeln an. Da der Dorfsee selbst nicht befischbar war, aber das sogenannte Schwimmbad schon durch die Anglergemeinschaft hergerichtet war - es wurde ausgebaggert, ein Mönch wurde gesetzt und ein ordentlicher Wasserzulauf gerichtet - fand dieses Königsangeln hier statt.

Um 5:30 Uhr erfolgte der Startschuss. Die Teilnehmer kämpften an diesem Tag aber nicht nur mit den eingesetzten Forellen, sondern oft auch mit ihrem Nachbarn oder ihrem Gegenüber am anderen Ufer, da sich die Haken immer wieder verhedderten. Trotzdem konnte ein Anglerkönig ermittelt werden. Es war unser 1. Vorsitzender Erwin Sahlmüller.

Jetzt ging es aber richtig los, mit der Arbeit meine ich. Die Vorstandschaft lud am 17.09.1979 zur Besprechung der Entlandungsmaßnahmen des Dorfsees ein. Manch einem der Angler wurde es schwindelig als er erkannte, was da alles auf die Gemeinschaft zukam. Der Weg am Nordufer entlang musste befahrbar gemacht und die Ufervegetation desselben Ufers durchforstet werden, um einen vernünftigen Zugang zum Dorfsee zu bekommen. Außerdem musste ein Kredit in Höhe von 10000 DM - das Ausbaggern selbst kostete immerhin 7686 DM - aufgenommen werden, um das Projekt zu finanzieren, ein hoher Betrag für einen jungen Verein ohne Vermögen. Dankenswerter Weise stellte die Raiffeisenkasse diesen Betrag in einer heute kaum vorstellbaren Unkompliziertheit zur Verfügung. Hier genügte das Wort unseres Kassiers, dass wir alles zurückzahlen werden. Außerdem musste keine Sondertilgung vereinbart werden. Wir konnten zurückzahlen wann und soviel wir wollten bzw. konnten. 

Bei den dann fast wöchentlichen Arbeitsdiensten, und dies nicht nur am Samstag, sondern auch während der Woche am Abend, konnten die Vorbereitungsarbeiten durch die Angler rechtzeitig abgeschlossen werden. 

Der See wurde abgelassen und die wenigen in ihm enthaltenen Fische in das Schwimmbad umgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt hoffte nun ein jeder auf den Frosteinbruch, damit überhaupt schwere Maschinen in den See einfahren konnten. Leider etwas zu früh fuhr dann ein Bagger in den See ein und versank umgehend bis zum Führerhaus. Aber auch dieses Problem konnte gelöst werden, so dass die Baggerarbeiten bis zum Frühjahr abgeschlossen werden konnten.

In der Zwischenzeit wurden die nicht geprüften Angler zur staatlichen Fischereiprüfung angemeldet und ein Vorbereitungskurs organisiert. Bücher wurden bestellt und Herr Rektor Krämer stellte aus dem Fundus der Alitzheimer Schule ein Epidiaskop - einen Bildbetrachter - zur Verfügung. Im Nebenzimmer des ersten Stocks im Gasthaus Schmitt war unser Schulungsraum. Lehrer waren in Gerätekunde selbstverständlich die alten Anglerhasen Erwin Sahlmüller und Ludwig Bürger, die Rechtskunde und die Gewässerkunde übernahm Jürgen Belz und die Fischkunde Walter Stark.

 

Bildergebnis für episkop

 

Das ist ein Epidiaskop

 

Am Freitag, den 28. 12.1979 lud die Anglergemeinschaft alle Mitglieder mit Kind und Kegel zu einem bunten Abend in den Saal der Gastwirtschaft Schmitt ein. Dies sollte der einzige bunte Abend bis heute bleiben.

Anfang 1980 musste dann noch einmal kräftig zugelangt werden. Dies war für diejenigen , die noch ihre Fischereiprüfung vor sich hatten doppelt schwer. Mussten sie doch lernen, dass die Köpfe rauchten und dann auch noch die Arbeitsdienste ableisten.

Das Wehr am Unkenbach wurde repariert. Die Materialkosten übernahm die Gemeinde. Die Bitte an die Gemeinde, den Pachtzins für das erste Jahr zu erlassen wurde jedoch abschlägig beschieden.

Der See wurde gekalkt und dann geflutet. 

Am 07.03.1980 fand dann die Fischereiprüfung im Pfarrsaal von St. Anton in Schweinfurt statt. 

Anfang April wurde das  Schwimmbad abgefischt. Die Fische in den Dorfsee umgesetzt und weitere Fische von der Fischzucht Müller zugekauft. 

Endlich konnte im Dorfsee geangelt werden. Jedoch nicht lange. Anfang Juli zeigte sich bei den Fischen Geschwürbildung, was auf die hochinfektiöse Bauchwassersucht hinwies. Dies wurde dann auch vom Tierarzt Dr. Kobosil aus Unterspiesheim diagnostiziert, der eine Behandlung mit Medizinalfutter vorschlug. Die Folge war, dass am Dorfsee bis zur Freigabe durch den Tierarzt nicht mehr geangelt werden durfte. 14 Tage wurde die Fütterung durchgeführt. Das Medizinalfutter war normales Fischfutter mit einem Zusatz von 3 mg Chloramphenicol pro KG. Chloramphenicol ist heute verboten, bekannt ist es auch als Blauspray. 

Wir hatten jetzt wieder Zeit uns um profane Dinge zu kümmern. Schulden hatten wir und die konnten wir nicht mit unseren Beiträgen tilgen und gleichzeitig die normalen wiederkehrenden Arbeiten bewältigen.

Da kam uns die Idee ein kleines Fest am See durchzuführen mit dem Verkauf von geräucherten Fischen. Damit war das Seefest geboren, das erstmals am 31.08.1980 durchgeführt wurde. Zwei Tage davor war der Dorfsee wieder zum Angeln durch Tierarzt Dr. Kobosil freigegeben worden.

Das Fest selbst war ein guter Erfolg, wenn man es auch nicht mit dem heutigen Seefest vergleichen kann. 

Im Laufe des Jahres 1980 konnten wir an der Baustelle des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld ein kleines Büro auf Vermittlung unseres damaliges Mitgliedes Siegfried Krist kostenlos abbauen. Dieses musste aber erst einmal zwischengelagert werden, da wir noch keine Baugenehmigung hatten. 

Im September 1980 genehmigte dann der Gemeinderat die Aufstellung der Hütte unter der Vorraussetzung, dass das Landratsamt eine Baugenehmigung erteilt. Nach langwierigen Verhandlungen, bei denen wir große Unterstützung durch den damaligen Kreisrat Alfons Pickel erhielten, wurde dann 1981 die Baugenehmigung durch das Landratsamt erteilt.

Die Hütte musste gedecktfarben gestrichen werden, aber auf keinen Fall grün und wir hatten doch ausgerechnet zwei große Eimer grüner Farbe günstig erstanden. Pech gehabt.

Sofort wurde mit dem Aufbau des Gebäudes begonnen (bevor sich die Herren das wieder anders überlegen), das dann schon zum Seefest 1981 stand. Auch eine Behelfsstromversorgung wurde dank unseres Vereins-freundes Walter Scholl eingerichtet.

 

 

Nun hatte der Verein ein eigenes Vereinheims.

Wie es sich gehört müssen wir natürlich Haus- und Grundsteuer bezahlen. 1982 kam die Rechnung über DM 10,85. 

In diesem Jahr schafften wir uns dann auch einen gebrauchten Balkenmäher an. Den Umgang mit Sensen beherrschten nämlich nicht sehr viele Mitglieder und so ging das Mähen der Uferböschung und des Umgriffs doch leichter und schneller von der Hand. 

Das dritte Seefest 1982 fiel dann buchstäblich ins Wasser. Es regnete was das Zeug hielt, so dass wir nur die geräucherten Fische verkaufen konnten. Aber scheinbar hatten wir diese so gut zubereitet, dass kein einziger übrig blieb. 

Langsam kehrte Normalität in den jungen Verein ein und ein ordentliches Vereinsleben konnte sich entwickeln. Am 26.02.1983 wurde dann die erste Generalversammlung in unserem neuen Vereinsheim abgehalten.

Man beschloss um sich das Kalken des Sees zu erleichtern einen gebrauchten Holzschelch anzuschaffen. Dieser hielt jedoch nicht sehr lange und wurde einige Jahre später durch ein Metallboot ersetzt. Dieses Metallboot dient heute als Blumenbeet.

Im Juli 1983 gab es mal wieder Ärger mit den Anliegern des Dorfsees wegen Druckwasser im Keller. Immer wieder wurde reklamiert, dass der See zu hoch gestaut sei. Viele behaupteten aber auch, dass die Anlieger schon immer Wasser im Keller hatten, wenn Hochwassersituationen auftraten. Dieser Ärger ging noch einige Jahre weiter, ist heute aber Gott sei Dank ausgestanden. 

Weiteren Ärger gab es dann ab September 1983. Da aus dem Unkenbach immer wieder ungenehmigt große Wassermengen entnommen wurden hatte der Dorfsee fast keinen Zufluss mehr. Dieses Problem ist bis zum heutigen Tag nicht zur Zufriedenheit geklärt. 

Am 27.06.1984 stirbst unser Vereinskamerad Edgar Ott im Alter von nur 31 Jahren. 

Regelmäßige Arbeitsdienste, Gemeinschaftsangeln, Seefest und sonstige kleine Feierlichkeiten prägten in der Folgezeit das Vereinsleben.

Bei der Generalversammlung 1987 konnte uns dann unser Kassier mitteilen, dass der Verein schuldenfrei ist. In der Zwischenzeit wurde auch das Angebot beim Seefest erweitert. Im Angebot waren neben den geräucherten Fischen, Steaks und Bratwürsten nun auch gebackene Fische. Selbst eine Kaffeebar war hinzugekommen.

Da die Ausstattung des Vereinsheimes mit Sitzgelegenheiten zu wünschen übrig lies, schafften wir uns 5 Biertischgarnituren an, die uns bis heute noch gute Dienste tun. Damit das Ganze auch ein Gesicht hatte, erneuerten wir gleichzeitig die Böden im Vereinsheim. 

Im Mai 1988 wurde dann der Antrag an die Gemeinde auf Verlängerung des Pachtvertrages. Leider erhielten wir keine Antwort. Machte aber auch nichts, da sich der Vertrag automatisch um ein Jahr verlängerte.

Um beim Seefest die Besucher schneller mit geräucherten Fischen versorgen zu können, legten wir uns einen neuen großen Räucherschrank zu einem Preis von 1700 DM zu. Vorher benutzten wir zwei aus Metallfässern selbst-gebaute Schränke, von denen einer noch heute seinen Dienst bei den Seefesten tut.

 

 

In der Folgezeit wurden die Rufe nach einer Hochseeangelfahrt immer lauter, so dass man sich entschloss eine solche durchzuführen Am Karfreitag 1989 war es dann so weit. Mit einem vollbesetzten Bus ging es zuerst nach Kiel. Dort versuchten wir am Vormittag des Karsamstags in der Kieler Förde unser Glück auf Hering. Die mitleidig lächelnden Gesichter der Einheimischen verrieten uns aber, dass hier wahrscheinlich nichts zu fangen sei, was sich dann auch prompt bestätigte. Ein einziger Angler hatte etwas Glück. Keuchend kurbelte er seinen vermeintlich großen Fang herbei und musste dann feststellen wie schwer doch ein nasses Handtuch sein kann, das sich in seinen sechs oder sieben Hacken verfangen hatte.

Weiter ging dann die Fahrt nach Heiligenhafen. Zwei Ausfahrten mit einem Fischkutter waren geplant und konnten auch durchgeführt werden. Man muss sich vorstellen an Ostern bei einem Schneesturm auf der Ostsee zu angeln. Mir kommt heute noch das Frösteln, obwohl ich nicht unbedingt Kälteempfindlich bin. Die Anglerprofis jedenfalls fingen nichts oder fast nichts, die Amateure jedoch konnten gute Erfolge vorweisen.

Nach der Angelei in der Kälte waren aber die Abende im Gasthaus Heimathafen der richtige Ausgleich . Es wurde geschlemmt und was halt sonst noch dazugehört.

Am Ostermontag führte uns die Fahrt dann wieder in die Heimat. 

Ein Jahr später führten wir einen Vereinsausflug in die entgegengesetzte Richtung nach München durch. Wir hatten den modernsten Bus nach dem damaligen Stand der Technik gemietet. Auf den vorderen Sitzplätzen hätte man in der Badehose sitzen können, auf den hinteren dagegen war schon die dickste Winterjacke notwendig. Auf der Rückfahrt, nachdem wir das Jagd- und Fischereimuseum, das Hofbräuhaus und sonstige Brauhäuser besucht hatten, war dieses Problem jedoch behoben. 

Da der alte Balkenmäher immer reparaturanfälliger wurde, beschlossen wir uns noch einmal nach einen gebrauchten umzuschauen. Fast dasselbe Modell konnten wir erwerben und so sind wir auch heute noch ganz gut mit Ersatzteilen versorgt. 

Im Jahr 1990 bauten wir dann die von den Damen geforderte Toilette. Diese wurde sehr gut angenommen was man an der langen Schlange, die sich jeweils am Seefest davor bildete, sehen konnte. 

Das alljährliche Seefest nahm langsam die Dimensionen von heute an, so dass wir uns eine große Gasfriteuse zu einem Preis von 3329 DM anschaffen mussten.

In der Gastwirtschaft Schmitt wurde der Saal renoviert und wir konnten Tische und Stühle für unser Vereinsheim zu einem günstigen Preis erwerben. Die Biertischgarnituren fanden dann ihre Verwendung bei jährlichen Seefest oder wurden auch an andere Vereine für kleinere Feierlichkeiten vermietet.

Auch eine Königskette legten wir uns in diesem Jahr zu.

 Das Jahr 1991 bescherte uns dann wieder einen Eintagesausflug nach Sinsheim in das dortige Verkehrsmuseum.

Besteck für das Seefest wurde angeschafft, um den Forderungen der Verwaltungsgemeinschaft nach Mehrweg nachzukommen. Da dieses natürlich auch gespült werden musste, kamen wir um die Anschaffung eines elektrischen Warmwasserboilers nicht herum, hatte jedoch zur Folge, dass wir bei den darauffolgenden Seefesten ständig Ärger mit der Stromversorgung hatten. Weiterhin wurden neue Schläuche für die Wassserversorgung besorgt.

 Am 31.07.1990 musste der Verein dann einen herben Rückschlag verkraften. Ein Fischsterben im Dorfsee vernichtete über 20 Zentner Fische. Die Größten wogen 36 Kilo. 

In Folge dieses Fischsterbens wurde am 26.10.1991 der Dorfsee abgelassen und nach Rücksprache und unter Bezuschussung durch die Gemeinde ein ca. 20 Meter breiter Uferstreifen am Süd-, West- und Nordufer ausgebaggert. Das Ablassen selbst gestaltete sich jedoch schwierig. Der neue Mönch am Nordufer - er war anstelle des alten am Westufer im Zuge der Straßensanierung eingebaut worden - wies erhebliche Einbaumängel auf. Der letzte Meter Wasser wollte nicht ablaufen bis wir feststellten, dass innerhalb des Sees einige Rohre verlegt waren, die völlig vom Schlamm verschlossen waren. Erst eine Woche später konnte der See dann vollständig entleert werden. Der Schlamm wurde am Nordufer abgelegt und im darauffolgenden Herbst von einigen Landwirten auf ihre Äcker verbracht.

Die Anglergemeinschaft betonierte, nachdem die o.g. Rohre entfernt waren eine Betonsohle vor den Mönch, damit man beim Abfischen einen festeren Stand hat, sowie zwei seitliche Fangmauern, wie dies bei derartigen Bauwerken üblich ist.

Um einem weiteren Fischsterben vorbeugen zu können kauften wir uns dann 1992 eine gebrauchte Teichbelüftungsanlage sowie ein Wasseruntersuchungsset.

 Nachdem der See im Frühjahr 1992 wieder geflutet und ein Neubesatz durchgeführt war, konnte wieder geangelt werden.

 1993 unternahmen wir wie viele andere Vereine in dieser Zeit einen Ausflug nach Thüringen

 1994 zwingt uns der immer größere Zuspruch beim alljährlichen Seefest nochmals Friteusen im Wert von 3500 DM anzuschaffen. Auch besorgten wir uns hochwertige Verlängerungskabel um eine bessere elektrische Lastverteilung zu erreichen. Das Kabel, das vom Anwesen Scholl zum Vereinsheim im Jahre 1980 gelegt wurde, hielt der geforderten Leistung nicht mehr stand.

Auch der alte Mönch am Schwimmbad war schwer zu bedienen, so dass wir ihn für 1800 DM durch einen neuen ersetzten. Hier wurde auch sofort eine Betonsohle eingebracht und seitliche Fangmauern erstellt.

 Am 29.04.1994 besuchten wir nach mehreren Anläufen endlich die Messe Jagen und Fischen, die zum letzten mal in Erding stattfand. Danach besichtigten wir noch den neuen Flughafen München 2 heute Franz-Josef Strauß.

 Einige Angler unternahmen 1995 eine Hochseeangelfahrt nach Trysnes (Südnorwegen).

Bilder von Trysnes

 1996 endlich konnten wir durch die UÜZ einen leistungsfähigen Stromanschluß legen lassen. Die Kosten beliefen sich trotz hoher Eigenleistung auf 9400 DM. Außerdem wurde unter Mithilfe der Gemeinde eine Neubepflanzung des Nordufers durchgeführt.

 Am 09.09.1996 stirbt unser Vereinskamerad Werner Vollkommener. Nur vier Jahre durfte er dem Verein angehören.

Am 31.12.1996 erreicht uns die Nachricht vom plötzlichen Ableben unseres Vereinsmitglieds Peter Basilewitsch - er war das Original des Vereins. Nur acht Tage vorher am Heiligabend konnte ihm der 1. Vorsitzende zu seinem  75. Geburtstag gratulieren.

1998 erneuerten wir Anbauten am Vereinsheim einschließlich der WC's und beseitigten die alten Blechhäuschen in der Unkenbachaue.

Weiterhin unternahmen wir eine Fahrt nach Frauenroth zum dortigen Hutbuchenfest

Im Jahr 2000 unternahm wieder eine kleine Gruppe eine Hochseeangelfahrt nach Skottevig in Südnorwegen.

Bilder von Skottevig

 Für unsere Wasserschläuche beschafften wir uns im Jahr 2001 einen Schlauchwagen. Dies erleichterte die Arbeit erheblich.

Mit der finanziellen Unterstützung der Gemeinde erneuerten wir 2002 den Auslauf des Dorfsees auf der Unkenbachseite. Auch dies erleichtert in Zukunft die Arbeit beim Abfischen des Sees.

Nachdem uns von der Gemeinde Holz zur Verfügung gestellt wurde, erneuerten wir in 2003 die doch schon sehr maroden Bretter am Unkenbachwehr und brachten gleichzeitig auch neue Zugketten an.

Investitionen tätigten wir in zwei Partyzelte, zwei Kühlschränke und eine gebrauchte Elektrofriteuse.

Im September unternahm wieder eine kleine Gruppe eine Hochseeangelfahrt nach Skottevig (Südnorwegen)

 

Jetzt muss die Chronik noch bis 2020 erweitert werden

 

In Tausenden von Arbeitsstunden und mit einem enormen Finanzaufwand schaffte sich die Anglergemeinschaft etwas, worauf sie stolz sein kann. Auch die Gemeinde als Eigentümer des Sees und des Umgriffs gab immer wieder ihr Scherflein dazu.

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